Der Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback  wurde in Afrika zur Jagd auf Großwild gezüchtet, aber auch zur Bewachung des Grundstückes und seiner Bewohner. Dementsprechend ist er meist ein passionierter Jäger und verfügt über große Wachsamkeit. Ihm wird ebenfalls ein „6. Sinn“ für Gefahr zugeschrieben, was ich nur bestätigen kann.

Die Rasse zeichnet sich durch große Eigenständigkeit, Schnelligkeit und Intelligenz aus.
Wer sich einen Rhodesian Ridgeback ins Haus holt, erhält keinen Befehlsempfänger, sondern einen Partner, der sich nur dann seinem Menschen eng anschließt und gehorcht, wenn er mit viel Aufmerksamkeit, Liebe und souveräner Führung erzogen wurde.

Der Ridgeback braucht unbedingt engen Kontakt zu seiner Familie – für eine Zwingerhaltung ist der Rhodesian Ridgeback nicht geeignet! Gewöhnen Sie sich eher an den Gedanken, in Zukunft Ihr Sofa und ggf. auch das Bett mit ihm zu teilen…

Ridgebacks sind eine spätreife Rasse, was bedeutet, dass sie erst mit 3 Jahren, manchmal sogar erst später, emotional ausgereift sind. Dies bedeutet eine lange Phase der Pubertät, die vom Menschen viel Einfühlungsvermögen und souveräne Führung des Jungspundes abverlangt. Humor hilft ebenfalls weiter…

Wenn man sich auf das Wesen des Ridgebacks einlässt, seine Besonderheiten berücksichtigt und ihm eine sichere Führung und Vertrauen gibt, entwickelt er sich zu einem souveränen Begleiter, der sehr loyal gegenüber seiner Familie ist. Ein phantastischer Hundekumpel, der mit einem durch dick und dünn geht (außer vielleicht bei Regen)

Da Ridgebacks sehr  sportliche Hunde sind, benötigen sie viel Auslauf und Beschäftigung.
Ab einem Alter von 18 Monaten sind sie gute Begleiter beim Joggen oder Fahrradfahren. Ansonsten begeistern sie sich für Mantrailing, Fährtenarbeit oder Coursing.
Ständiges Wiederholen immer gleicher Übungen sind ihnen hingegen ein Graus!
Wenn Sie einen Hund suchen, der begeistert stundenlang Bällchen holt, sollten Sie besser nach einer anderen Rasse Ausschau halten…

Zu beachten ist auch, dass junge Ridgebacks meist sehr körperbetont spielen und es lieben, wild zu raufen. Hier muss von Welpe an großer Wert darauf gelegt werden, dass der Ridgeback das angemessene und angepasste Spiel mit anderen Hunderassen erlernt. Nur so lernt er, seine schnell wachsenden Kräfte richtig dosiert einzusetzen! Der Besuch einer gut geführten Welpengruppe (am besten mit Ridgeback-Erfahrung) und anschließendem Junghundkurs sollte also auf jeden Fall eingeplant werden.

Am besten bekommt man einen Eindruck der Rasse, indem man verschiedene Ridgebacks kennenlernt. Denn wie bei jeder Rasse gibt es nicht „den“ Ridgeback. Es gibt viele verschiedene Charaktere, wie man sie auch in meinem Zubedi-Rudel findet.
Allen sind Grundcharakterzüge gemeinsam, jedoch in sehr unterschiedlichen Ausprägungen.